Das Leibniz-Gymnasium informiert:
PRESSEMITTEILUNGLeibniz-Gymnasium
PRESSEMITTEILUNG
Aufführung des Lustspieles „Der zerbrochene Krug“ (1806) von Heinrich von Kleist durch die Theater-AG am Mi., 28.03. und Do., 29.03.2012, jeweils 19.00 Uhr in der Aula des Schulzentrums Klausen
Schlimmer konnte es für den Dorfrichter Adam nicht kommen. Der Gerichtsrat überprüft seine Rechtsprechung gerade an dem Tag, an dem alles verquer läuft: Adam ist verletzt an Kopf und Gliedmaßen und seine Hose ist zerrissen, was er dem Schreiber Licht und dem Gerichtsrat erklären muss. Dann muss er auch noch erklären, warum ihm die Perücke fehlt, die er beim Prozess tragen muss. Schließlich klagt seine Nachbarin, Frau Marthe Rull, wegen eines zerbrochenen Kruges. Und damit nimmt das Unheil, das Adam sich selbst prophezeit, seinen Lauf: „Mir träumt’, es hätt’ ein Kläger mich ergriffen und schleppte vor den Richtstuhl mich; und ich, ich säße gleichwohl auf dem Richtstuhl dort, und judizierte mich ins Kittchen schon.“
Frau Marthe hält Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, für den Täter, der nächtens in der Kammer ihrer Tochter gewesen sei und den Krug zerbrochen habe. Doch Ruprecht behauptet, als er die Tür aufgebrochen habe, sei ein anderer aus Eves Kammer geflohen, und dabei sei der Krug zerbrochen. Er habe dem Unbekannten mit der Türklinke auf den Kopf geschlagen. Adam will den Prozess gegen alle Regeln schnellstens beenden, doch der Gerichtsrat lässt das nicht zu, so dass die Zeugenaussagen mehr und mehr auf den Richter als Täter weisen, was eigentlich unmöglich ist, denn er ist der Richter. Und Eve schweigt unverständlicherweise, obwohl sie doch wissen muss, wer bei ihr war. Als schließlich Frau Brigitte mit einer Perücke erscheint, die sie unter dem Fenster von Eves Kammer gefunden hat, scheint der Richter überführt, doch Frau Brigitte meint den Teufel gesehen zu haben. So hängt am Ende alles an Eves Aussage, die schließlich ihr Schweigen bricht.
Dieses Lustspiel Heinrich von Kleists aus dem Jahre 1806 zeichnet sich besonders aus durch seine groteske Komik. Der Reiz liegt darin, dass der Richter gegen sich selbst verhandeln muss, dabei mit allen Mitteln seine Schuld zu vertuschen versucht und trotz aller Ausflüchte am Ende entlarvt wird.
Die AG spielt eine Textfassung von Josef Carl Grund, der Kleists Lustspiel von zeitverhafteten Anspielungen und Bezügen befreit und der Sprache unserer Zeit angeglichen hat für ein besseres Verständnis der Zuschauer. Das Versmaß des Kleistschen Originals ist allerdings beibehalten.
Die Personen und ihre Darsteller: Walter, Gerichtsrat – Alexej Sosedov Adam, Dorfrichter – Julian Berges Licht, Schreiber – Raoul Pattberg Frau Marthe Rull – Anja Lehmann Eve, ihre Tochter – Jennyfer Pabst Veit Tümpel, ein Bauer – Henrik Schulz Ruprecht, sein Sohn – Etienne Pattberg Frau Brigitte – Anna Lena Schwab Grete, Adams Magd – Maria Brausch Liese, Adams Magd – Frederike Brandt Sekretärin des Gerichtsrates – Lara Dörnbach Sprecherin des Prologs – Lara Dörnbach Regie – Raimund Geuter
Leibniz-Gymnasium goes to Mallorca Vom 08. bis zum 15. März 2012 organisiert das Leibniz-Gymnasium zum allerersten Mal einen Schüleraustausch mit dem bischöflichen Gymnasium Sant Josep Obrer in Palma de Mallorca. Diese Fahrt soll unseren Schüler/innen die Gelegenheit geben, Spanien, ihre Bewohner und deren Lebensart kennenzulernen sowie Spanisch in einem authentischen Lebensumfeld zu sprechen. Der Gegenbesuch erfolgt nach den Osterferien. Dieser Austausch wird speziell für die Schüler/innen der Klassen 8 und 9 angeboten, da die Austauschschüler/innen gleichaltrig sind. Für unsere Schüler/innen bietet sich die Gelegenheit, die im Spanisch-Differenzierungskurs erworbenen Sprachkenntnisse in einer authentischen Umgebung anzuwenden. Die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 konnten zusätzlich in einem Crashkurs Basiskenntnisse erwerben. Zusammen mit den Austauschschüler/innen werden die Leibnizer neben der zahlreichen Aktivitäten in der Schule u. a. ein Planetarium besuchen, die Küste Mallorcas erkunden, das Leben auf Mallorca vor 100 Jahren in einem Freilichtmuseum erfahren und an einem Animationsworkshop in der berühmten Zeichentrickfirma Ladat teilnehmen. Im Gegenzug erwarten die spanischen Schüler/innen ein abwechslungsreiches Programm in Remscheid und Umgebung, wie z.B. der Empfang bei der Oberbürgermeisterin im Rathaus oder der Besuch des Röntgenmuseums. Auch typische bergische Handwerkskunst soll unseren Austauschschüler/innen nahegebracht werden. Ein Ausflug nach Köln, der Besuch von Schloß Burg mit der Müngstener Brücke und natürlich die Schwebebahnfahrt über der Wupper werden nicht fehlen.
Neben Menorca, Ibiza, Formentera und einer Vielzahl kleiner Mini-Inseln gehört Mallorca zu der Inselgruppe der Balearen. Wunderschöne Strände und ein Gebirgszug Serra Tramuntana, in dem wir wandern werden, sorgen für eine landschaftliche Abwechslung.
Das Leibniz-Gymnasium freut sich sehr auf die bevorstehende Reise in die Hauptstadt Mallorcas und hofft auf viele unvergessliche Momente und Erfahrungen mit den Austauschschüler/innen.
Kammerkonzert des Leibniz-Gymnasiums am 25. Januar 2012
Tag der offenen Tür
Informationsabend für Eltern (Erprobungsstufenkoordinator)
Theater am Leibniz-Gymnasium Literaturkurs spielt Gogols Komödie „Der Revisor“
Der Literaturkurs des Schuljahres 2010/2011 der 12. Jahrgangsstufe am Leibniz-Gymnasium zeigt zum Schuljahresende das Ergebnis seiner Arbeit. Auf der Bühne ist eine Komödie in fünf Akten zu sehen, ein Werk des russischen Autors Nikolaj Gogol (1809-1852): Der Revisor, uraufgeführt 1836 in St. Petersburg.
Diese Komödie zeigt ein russisches Provinzstädtchen, in dem Glücksspiel und Zechprellerei, Bestechung und Erpressung, Unterschlagung und Machtmissbrauch an der Tagesordnung sind. Im staatlichen Postdienst gilt das Briefgeheimnis nichts und Pakete werden unterschlagen. Die Lehrer an der Schule werfen mit Stühlen und schneiden im Unterricht Grimassen. Im Gerichtsgebäude laufen Gänse herum und der Richter interessiert sich mehr für die Jagd als für das Recht: Im Gerichtssaal liegt seine Flinte auf den Akten. Der Bürgermeister hat die staatlichen Gelder für den Bau einer Kirche für undurchsichtige Zwecke verwendet: Die Kirche wurde nicht gebaut. Das Krankenhaus ist völlig verdreckt und die englische Ärztin versteht kein Russisch, weshalb es dort nur wenige Patienten gibt: Sie landen schnell auf dem Friedhof.
In diese Stadt soll inkognito ein Revisor kommen. Das erfährt der Bürgermeister durch einen vertraulichen Brief. Und er und seine Beamten treffen Vorkehrungen, um alles zu vertuschen. Doch der, den sie für den Revisor halten, ist nur ein kleiner Beamter aus der Hauptstadt mit seinem Diener, ein junger Spieler, der all sein Geld verzockt hat und keine Kopeke mehr in der Tasche. Dass er nur allzu gerne Geld annimmt, leuchtet ein, auch wenn er zunächst nicht versteht, dass die Honoratioren der Stadt ihn bestechen wollen. Sie schmeicheln ihm, intrigieren und denunzieren. Und nur allzu gerne geht er, ein Weiberheld, was sein russischer Name „Chlestakow“ eigentlich bedeutet, auf die Avancen der Frau und der Tochter des Bürgermeisters sowie der Leiterin des Krankenhauses nur zu gerne ein. Und so scheint es am Ende noch zur Hochzeit mit der Bürgermeisterstochter zu kommen, weshalb die Frau des Bürgermeisters schon Pläne für die Übersiedlung in die Hauptstadt macht und der Bürgermeister sich selbst schon zum General befördert. Doch es kommt alles anders.
Mit Gogols boshafter Komödie zeigt der Literaturkurs eine Welt – unsere Welt –, in der Korruption und Egoismus die Oberhand behalten – die Hamburg-Mannheimer Versicherungen mit Lustreise nach Budapest lassen grüßen und Siemens mit systematischer Bestechung zur Erlangung von Aufträgen, wovon aber der Vorstandsvorsitzende nichts weiß – ist schon ein paar Jahre her. Und laut Frankfurter Rundschau vom 5. Juli 2011 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen VW und die Telekomtochter T-Systems: Mitarbeiter hätten verabredet, dass T-Systems Großaufträge im Wert von mehreren 100 Millionen Euro von Volkswagen erhält, wenn die Telekom im Gegenzug einen millionenschweren Sponsoring-Vertrag mit dem VfL Wolfsburg verlängert.
Die Aufführungen mit freiem Eintritt finden statt am Donnerstag, 14.7.2011, und Montag, 18.7.2011, jeweils um 19.00 Uhr in der Aula des Leibniz-Gymnasiums im Schulzentrum Klausen, Remscheid-Lüttringhausen, Lockfinker Straße/Ecke Dachsweg.
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